Februar 2017

 

Habe etwas schönes auf der SV Sportseite gefunden.

 

 

 

 

Agility

 

 

 

In Agility-Turnieren können bereits erfahrene Hunde und ihre Besitzer gegeneinander antreten. In diesem Wettkampf müssen Hund und Hundeführer einen Standard-Parcours innerhalb einer bestimmten Zeit möglichst fehlerfrei bewältigen. Für das Überschreiten der Zeit oder Fehler an den Hindernissen erhält das Team Strafpunkte.

 

Bei allem Enthusiasmus: Für den Agility-Hundesport sollte der Hund mindestens 12 Monate alt sein. Knochenaufbau und Sprunggelenke müssen ausreichend entwickelt sein, bevor es an das Sprungtraining geht.

 

Die erste Kontaktaufnahme mit den Geräten, z.B. mit dem Tunnel, kann bereits im Welpenalter erfolgen.

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Die Turniere gibt es in 3 Größenklassen, Mini, Midi und Maxi und 4 - 5 Leistungsklassen A0, A1, A2, A 3 und manchmal auch Senioren für Hunde ab 6 Jahren.

Die Aufstiegsmodalitäten und Größenmaße könnt ihr in der PO , beim VDH, einsehen.

Der anwesende Richter/in stellt nach seinem selbst entworfenen Plan den Parcours .

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Ab Januar 2018 gibt es, mal wieder, ein neues Regelwerk. Nachzulesen unter FCI, VDH oder den Verbänden.

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Die Geräte

Es gibt Hürden, also Sprünge. 

Kontaktzonengeräte: Wippe, Steg und A-Wand.

Slalom, Reifen, Tisch, Weitsprung, Tunnel und Sacktunnel. Manchmal noch eine Buschhürde oder Mauer.

 

Jedes Teil braucht seine eigenen Art des herangehens. Der Hund, und auch der Hundeführer, müßen erkennen, wann wie welches Geräte genommen werden muß. Das ist im schnellen Parcours gar nicht so einfach.

 

Der Parcours:

 Es stehen in der Regel 18-21 Geräte in einem Parcours. Je nach Leistungsstand.  Zum Glück werden Zahlen in der Reihenfolge dazu  gestellt.  Es kann schon mal vorkommen, das Hürden "von hinten" genommen werden müßen, der Tunneleingang nicht in der Laufrichtung liegt, sondern das andere Loch dran ist, oder auch der Tunnel unter einer Kontaktzone liegt, so das das Team genau schauen muß, nicht das falsche Hinderniss zu nehmen.

Hürden. Stehen als meistes im Parcours und sollten vom Hund in jeder Lage und Seite übersprungen werden. Je nach Göße des Hundes sind auch die Höhen der Stangen.  Schon mit dem Welpen, Junghund kann damit begonnen werden!- STOP- bis ca. 12 Monaten liegen die Stangen auf dem Boden!

Trozdem kann mit dem junge Hund schon mal das Durchlaufen der Ausleger, Außen, Rum, Vor und das warten davor in Startposition geübt werden.

Charly liebt den Reifen.

Der Reifen wurde eine Weile, leider, nicht mehr so oft gestellt, da es damit schon einige Unfälle gab. Darum wurde eine Safty-Version erfunden. Der Reifen wurde "aufgeschnitten" und mit Magneten wieder zusammengesetzt, so das sich nun 2-3 Teile ergeben. Kommt der Hund daran, öffnet sich der Reifen und der Hund kann gefahrlos weiterlaufen. Ist dann im Turnier ein Fehler!

Die Höhe des Ringes ist verstellbar, auf Mini/Midi und Maxi. Die Höhe wird in der Mitte des Reifens gemessen.  Juli 2018.

Es ist ein neuer Softreifen im Umlauf. Der sogenannte Lollipop. Sieht lustig aus. Bild folgt.

Der Slalom, er besteht aus 12 Stangen. Eingang für den Hund ist immer seine linke Schulter, egal wo sich der Hundeführer befindet.  Auf diesem Bild also auf der Seite des HF, Ausgang dann auf der  linken Seite. ( wo Rex gerade seine Pfote hat) Der Slalom ist im Aufbau nicht zu unterschätzen. Was so einfach aussieht ist für den Hund schwere Arbeit. Ziel ist es, das der Hund versteht alle Stangen im "ZickZack" schnell, von jeder Seite und alleine zu absolvieren. Das erfordert lange Zeit des übens.

Rex auf dem Steg. Das erfordert, gerade bei großen Hunden, eine gute Balance und Geschick. Auch hier ist es wichtig, das der Hund, mindestens mit einer Pfote, die "Kontaktzone" trifft. Das ist das rote Ende. Überspringt der Hund diese, ist es ein Fehler.

Baffy auf der A-Wand. Schön die Kontaktzone getroffen.

Baffy im Tunnel

Der Tunnel liegt den meisten Hunden am meisten. Vermutlich weil viele schon im Welpenalter damit spielen durften. Das "Problem" mit dem Tunnel ist auch nicht, den Hund hindurch zu bekommen, sondern ihn davon abzuhalten, diesen nicht bei jeder Gelegenheit in Eigenregie zu durchlaufen!

Ein Kooikerhondje über dem Weitsprung

Der Weitsprung besteht aus 4 Elementen, die je nach Größe des Hundes gestellt werden. An den "Ecken" befinden sich ( normalerweise) noch Stangen, um dem Hund zu zeigen, das er da gerade drüber springen muß.  Juli 2018

Auch für den  Weitsprung gibt es mitlerweile eine Softversion.  

Die Wippe,

ein schweres Gerät für die Hunde und gefürchtet von den Menschen.

Ziel ist es, das der Hund schnell darüber läuft, aber das Ende muß den Boden berühren bevor der Hund abspringt.

Auf den Turnieren steht fast immer eine Wippe aus Aluminium. Sie hat einen leichten Abgang. Das heißt, sie geht leicht abwärts.

Beim Erlernern der Wippe kann man viele Fehler machen, so das der Hund Angst davor bekommt, es mit dem Steg verwechseln kann, sich vor dem Aufknall fürchtet. 

Es gibt verschiedenen Methoden, wie überall, die Wippe zu erlernen.

Wenn man Glück hat einen gut sozialisierten Welpen eines verantwortungsvollen Züchters zu bekommen, hatten die Welpen schon eine Mini Wippe im "Kinderzimmer". Sie kennen also schon das "bewegte Teil"

Wichtig finde ich, das man die Wippe immer mit einer zweiten Person aufbaut. Der HF hat dann Zeit sich um den Hund zu kümmern, die 2. Person hat Hund und Wippe im Auge.

1. Der Eine schwört darauf, das der Hund ( egal welches Alter) zuerst bis zum Ende laufen soll- das steht jemand mit Leckerli und hält die Wippe fest, und läßt sie dann, nach ein paar Übungen, langsam ab.

2. Der Nächste möchte, das der Hund den "Kippunkt" selber suchen soll. Der Hund läuft bis ca. zur Mitte, -am Anfang hält jemand das Ende fest- und hilft dem Hund, indem er langsam das Ende herunter drückt.

Nach ein paar Einheiten hat der Hund raus, das er selber das "Ding" bewegen kann.

3. Die WM Läufer bilden ihre jungen Hunde mit dem Target aus. Auf dem Boden liegt ein Pad, das der Hund berühren muß, dann wird geklickert.  So lernt er, mit der Pfote etwas zu berühren. Dann geht es an die Wippe. Der Hund berührt das Ende mit der Pfote. Klasse. Der Neigungswinkel wird geändert, bzw. das Ende ein wenig angehoben. Der Hund tritt darauf und die Wippe bewegt sich. Der Hund lernt: Wenn ich mit der Pfote daran komme, bewegt es sich, bis es zu einem kleinen Aufprall kommt. Er selber verursacht also diese Geräusch.

Es gibt dazu ein Video auf youtube von Tobias Wüst